Kino Millino

kino millino

Als Lichtspieltheater 1958 erbaut, wurde das Millstätter Kino „MILLINO“ von 2010 bis 2013 runderneuert und digitalisiert. Es ist nun ein modernes Kino im 50er-Jahre Flair mit Dolby Surround Anlage. Das MILLINO bietet Unterhaltung auf hohem Niveau und verbindet Kultur, Information, Fantasie und Reiselust auf angenehmste Weise.

Die Gratis Kunst-Kurzfilme werden an den jeweiligen
Spieltagen (Di-So) von 18.45 bis 19.30 Uhr gezeigt.
Die Hauptkunstfilme (Juli-August) am Mittwoch starten immer um 20.15 Uhr.

Telefon für Kartenreservierung: 04766/2200 0664-125 88 10

Email: kino@kino-millstatt.at

www.kino-millstatt.at

Das Kinoprogramm im Rahmen von KUNSTradln 2018 im Juli und August 2018:

9 Hauptfilme (Länge jeweils ca. 70 Minuten) immer MI um 20:15 (Eintritt 10 Euro inkl. 1 Glas Prosecco)

04.07.2018: Personale Anna Vasof (65 Min.)
11.07.2018: Personale Mariola Brillowska (70 Min.)
18.07.2018: Personale Jochen Kuhn (70 Min.)
25.07.2018: Personale Hubert Sielecki (70 Min.)
01.08.2018: Österreichischer Animationsfilm 2000-2018(70 Min.)
08.08.2018: Neuer österreichischer Trickfilm 2017 (70 Min.)
15.08.2018: Poesiefilm 1 – Filme nach Gedicht, 2016 (70 Min.)
22.08.2018: Poesiefilm 2 – Filme nach Text, 2017 (70 Min.)
29.08.2018: Neuer Trickfilm aus Polen, 2016 (70 Min.)


24 Kurzfilme als Vorfilm

Immer DI bis SO von 18:45 bis 19:30:

Kurzcharakteristik der KünstlerInnen und der gezeigten Filme:

Hubert Sielecki
Bio: Geboren 1946 in Rosenbach. 1968 bis 1973 Studium an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien und von 1975 bis 1976 an der Filmhochschule in Lodz, Polen. Ab 1982 Lehrbeauftragter an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Hubert Sielecki ist Drehbuchautor, Regisseur, Kameramann, Musiker, Tontechniker, Darsteller, Zeichner, Maler.

Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, zuletzt 2017: Preis der Stadt Wien für bildende Kunst.

Werk: Ab 1968 unternahm Hubert Sielecki erste künstlerische Versuche mit Filmmaterial. Dabei entstanden auch Animationsfilme, die er teilweise gemeinsam mit Zbigniew Rybczyński realisierte. Sieleckis Filme sind Autorenfilme, bei denen er meist für alle Produktionsbereiche vom Drehbuch bis zur Filmmusik verantwortlich zeichnet. Bei einigen Filmen arbeitete er mit Schriftstellern wie Gerhard Rühm, Antonio Fian, Gernot Wolfgruber, Malern wie Maria Lassnig, Tone Fink oder Musikern wie Wolfgang Mitterer zusammen. Durch seine Spezialisierung auf Animationsfilm nimmt Sielecki innerhalb der österreichischen Film-Avantgarde eine Sonderstellung ein. Hubert Sielecki produzierte auch Kinowerbung, darunter 1987, 1988 und 1989 die Festivaltrailer für die Österreichischen Filmtage und von 1990 bis 1998 elf Werbefilme für die Zeitschrift Falter.
Seit den 1960er Jahren schuf Hubert Sielecki außerdem Environments, Objektkunst und Aktionskunst und war auf zahlreichen Ausstellungen vertreten.
Seine Filme entstehen in erster Linie durch Belichtung und Bearbeitung von Einzelbildern. Diese Bilder sind gemalt, gezeichnet, es können auch Gegenstände oder Menschen vor der Kamera in Einzelbild-Schritten aufgenommen werden.

Filme: „Air Fright“ (1995), „Der längste Kuss“ (2014), „Dialog über Österreich“ (2013), „Buchfabrik“ (1996), „Maria-Lassnig Kantate“ (1992), „Österreich!“ (2001), „Trashy rausgepustet“ (2013)


Filmgruppe A.S.K. (Hubert Sielecki, Paul Braunsteiner und Luise Buisman)
1991 gründete Hubert Sielecki gemeinsam mit den Künstlern Paul Braunsteiner und Luise Buisman die Filmgruppe A.S.K., in der er an No Budget-Projekten arbeitet. Diese Filme entstehen ohne Subventionen und ausschließlich in Eigenarbeit und Mitwirkung von Freunden ohne Produktionskosten.

Filme: „Die Helden“ (1992), „Hitparade“ (1998), „Raumausstatter Stagl“ (2001)


Anna Vasof
Bio: Geboren 1985. Bis 2010 Studium der Architektur in Griechenland, von 2010 bis 2014 Studium der transmedialen Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien bei Brigitte Kowanz. Seit 2016 PhD-Studium an der Universität für angewandte Kunst Wien.

Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, zuletzt 2018: Peter Wilde Award for Most Technically Innovative Film in Ann Arbor Film

Zahlreiche Ausstellungen, zuletzt: 2018: „Behind The Glass” Red Carpet Showroom Metrostation Karlsplatz, Vienna, Austria

Werk: „Meine bisherige Arbeit basiert auf dem Experimentieren und der Erforschung der Mechanismen von Bewegung und der zeitbasierten Kunst. Ich gehe bei Fragen gerne an die Wurzel und beginne von Null an. Oft möchte ich die Grundlagen aus meiner eigenen Perspektive neu erfinden. Mit meinen Non-Stop-Stop-Motion-Arbeiten versuche ich, die Mechanik der Beharrlichkeit des Sehens zu verstehen und manchmal neu zu erfinden. Die Schuhwerke sind eine Art Neuentwicklung menschlicher Lokomotion. Andere Arbeiten spielen mit der Umgestaltung von heimischen Alltagsgegenständen und Situationen, die Überraschungen entstehen und unseren Alltag und die Welt aus einem anderen Blickwinkel betrachten lassen.“ (Anna Vasof)

Filme: „Down to Earth“ (2014), „Things and Wonders“ (2017), „Machine“ (2015), „Escaping“ (2015), „Domino“ (2014).


Mariola Brillowska
Bio: Geboren 1961 in Sopot, Polen. 1976 bis 1981 Besuch des Kunstgymnasiums in Gdynia/Gdingen Polen. 1981 Emigration nach Deutschland. 1984 bis 1991 Studium FREIE KUBNST HFBK Hamburg. Zahlreiche Lehraufträge an Universitäten. Von 2005 bis 2013 Kunstprofessorin an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main.

Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, zuletzt 2016: Das glühende Knopfmikro des Berliner Hörspielfestivals.

Zahlreiche Ausstellungen, zuletzt 2016: MAPPENSCHULE#2 Kunstverein 2025ev Hamburg

Werk: Bereits seit den späten 1980ern ist Brillowska als Performerin, Zeichnerin und Trickfilmerin international bekannt. In ihren Arbeiten bewegt sie sich oft im Spannungsfeld zwischen ernster und unterhaltender Kunst und verwendet in ihren Installationen, Performances, Animationsfilmen und Zeichnungen Elemente des Trashs, des Kitsches, der Pop-, der Club- und der Slapstick-Art. 2013 veröffentlichte sie ihren Debütroman „Hausverbot“.

Filme: „Ego mein Alter“ (2015), „Allergietest“ (2011), „Porno Karaoke“ (2005)


Linda Christanell
Bio: Geboren 1939 in Wien. Studium der Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Bis 1974 Lehrerin für bildnerische Erziehung. 1993 Lehrauftrag an der Filmhochschule Zürich.

Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, zuletzt 2015: Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst.

Zahlreiche Ausstellungen, zuletzt 2017: Linda Christanell: Picture Again, Belvedere, Wien.

Werk: Als Pionierin der feministischen Kunst hat Linda Christanell einzeln und im Kollektiv wichtige gesellschaftspolitische Impulse gesetzt. Sie arbeitete zunächst in den Bereichen Malerei, Objektkunst, Installation, Performance sowie Fotografie und setzte sich ab Anfang der 1970er-Jahre intensiv mit dem Bewegtbild auseinander. Die Dekonstruktion von tradierten männlichen Blickmustern und das Hinterfragen der Funktionsmechanismen des Mediums Film stehen im Zentrum ihrer filmischen Arbeit. Weibliche Lebenswelten, gesellschaftliche Zuschreibungen, Körperlichkeit, Erotik und Sexualität sind Inspiration und Thema ihrer Werke. In dem Kurzfilm „A Rose is a Rose“ von 2002 werden Texte von Friederike Mayröcker mit Musik und einer symbolhaften Bildebene dicht verwoben.

Film: „A Rose is a Rose“ (2002)


Veronika Schubert
Bio: Geboren 1981 in Vorarlberg. 1999 bis 2005: Studium Experimentelle visuelle Gestaltung, Kunstuniversität Linz. Zahlreiche Lehraufträge an Universitäten.

Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, zuletzt 2017: Vienna Shorts Festival: Bester österreichischer Film: „In erster Linie“

Zahlreiche Ausstellungen, zuletzt 2016: „Die Lage ist auch heute etwas unberechenbar“, Sternstudio, Wien

Werk: Veronika Schubert sammelt und archiviert Sätze. Über die Jahre sind so unter anderem sprachliche Analysen verschiedenster TV-Genres entstanden: Kriegsberichterstattung, Soap Operas, Krimis, Regionalnachrichten. Immer im Fokus ist der einzelne „gefundene“ Satz, der aus dem ursprünglichen Zusammenhang gelöst und neu montiert wird.

Filme: „Tintenkiller“ (2009), „Tele Dialog“ (2005), „In erster Linie“ (2016), „Translation“ (2017)


Sisi Klocker
Bio: Geboren 1967 in Bregenz als Elisabeth M. Klocker. Studium an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien sowie der Theater- und Filmwissenschaft.

Preise und Auszeichnungen: 2007: 3. Short Film Award bei den VIS (Vienna Independent Shorts).

Werk: Arbeitet in den Bereichen Performance, Show, Video, Fotografie, Literatur, Malerei, Chanson, Kabarett. Mitbegründerin der Wiener Künstler(innen)gruppe CABINET 9. Schreibt Kurzprosa, Romane, Theaterstücke und Chansontexte. Bühnenauftritte mit dem Chansonprogramm “Kaiserin SI.SI. von Europa”. Diverse Publikationen in Literaturzeitschriften.

Film: „Money“


Gerhard Rühm
Bio: Geboren 1930 in Wien. Nach dem Besuch des Realgymnasiums studierte er an der Wiener Kunstakademie für Musik und darstellende Kunst Klavier und Komposition. Danach nahm er Privatunterricht bei dem Zwölftonkomponisten Josef Matthias Hauer. Mitbegründer der „Wiener Gruppe“.

Zahlreiche Preise und Auszeichnungen: z.B. 2009 Alice-Salomon-Poetik-Preis, 2010: Ehrendoktorwürde der Universität Köln

Zahlreiche Publikationen, Tonträger und Hörspiele: z.B. hosn rosn baa. (mit Friedrich Achleitner und H. C. Artmann), Wien 1959. Rosenkränze und Kettengedichte, Hannover 2011.

Werk: Rühm war in den 1950er und 1960er Jahren überwiegend literarisch tätig und wurde zuerst durch Buchveröffentlichungen experimenteller Poesie bekannt. Von Anfang an aber intermedial orientiert, entwickelte er Dichtung vor allem in Grenzbereichen weiter – sowohl zur bildenden Kunst (visuelle Poesie, gestische und konzeptionelle Zeichnungen, Fotomontagen, Buchobjekte) als auch zur Musik (auditive Poesie als Sprech- und Tonbandtexte, Chansons, Melodramen, Vokalensembles, Tondichtungen). Sein Wirkungsbereich umfasst literarische und musikalische Publikationen, Vorträge, Konzerte, Ausstellungen, Theateraufführungen und Rundfunkproduktionen.

Filme: 1 Film – 2 Teile: „Ungleiche Brüder“ (2001), „Lautgedicht“ (2001)


Tone Fink
Bio: Geboren 1944 in Schwarzenberg, Vorarlberg. Studium an der Akademie der bildenden Künste (bei Prof. Weiler und Prof. Melcher) in Wien. Lehrauftrag an der internationalen Sommerakademie für bildende Künste in Salzburg.

Zahlreiche Preise und Auszeichnungen: z.B. Preis der Stadt Wien für Bildende Künste. Konstanzer Kunstpreis.

Zahlreiche Ausstellungen: z.B. Albertina, Secession und Museum moderner Kunst in Wien.

Werk: Frei von moralischen Geboten träumt das Auge von bunten Ausschweifungen.
Das Auge ist als Leitmotiv, als roter Faden konzipiert. In spielerischen, grotesken und absurd humoresken Darstellungsformen werden Lebens- und Liebesentfaltungen im Zeichentrick lustvoll entwickelt. Metamorphosen die den Prozess des Entstehens, des Entwickelns und des Vergehens beschreiben. Wie geht man mit „Andersheit“ und „Irritation“ um, die zum Beispiel im „Vertieren“ mancher Abschnitte symbolisiert werden?
Tone Fink: „Meine gezeichneten Erzählungen sind „formerfindungsverliebt“ und oft aus einem „Stehgreiftrieb“ herausgesprudelt.

Film: „Vers.augt“ (2011)


Norbert Trummer
Bio: Geboren 1962 in Leibnitz. 1980 bis 1987 Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien.

Zahlreiche Preise und Stipendien, zuletzt 2008: Romstipendium des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst.

Zahlreiche Ausstellungen, zuletzt: 2016/17 SALZBURG RUNDUM, Salzburg Museum – Panorama Museum

Werk: Norbert Trummer konnte sich in den letzten Jahren mit einem spezifischen Konzept in der österreichischen Gegenwartskunst positionieren: Er realisiert Bilderserien und daraus Filme, die auf konkrete Ortserfahrungen reagieren.
Mit „SALZBURG RUNDUM” reagierte Trummer auf das berühmte Rundgemälde der Stadt Salzburg von Johann Michael Sattler. Er zeichnete exakt von den damaligen Standpunkten auf der Festung Hohensalzburg über mehrere Monate aktuelle Bilder von Salzburg und entwickelte daraus einen Film. Trummers Arbeiten wurden 2016/17 im Panorama Museum des Salzburg Museums in Dialog zum Rundbild Sattlers gestellt, welches zwischen 1826 und 1829 entstanden ist. Die mehrteiligen Tafeln aus dieser Serie können wir nebenstehend anbieten.

Film: „Salzburg rundum“ (2016)


Alexander Gratzer
Bio: Geboren 1993 in Salzburg. Seit 2012 Studium der Malerei bei Henning Bohl, Thomas Zipp, und Johanna Kandl, Universität für Angewandte Kunst Wien

Preise und Auszeichnungen: 2017 Prix très chic pour le film le plus extraordinaire für „Wohnzimmer“.

Film: „Im Wohnzimmer“ (2015)

Adele Raczkövi
Bio: Geboren 1977 in Wien. 2003 bis 2008 Studium an der Universität für angewandte Kunst Wien bei Prof. Attersee und von 2006 bis 2007 an der „Facultad de bellas artes, Alonso Cano” in Granada- Spanien.

Zahlreiche Preise, zuletzt 2016: Arbeitsstipendium für Filmschaffende, Bundesministerium für Kunst und Kultur, Wien.

Werk: Zu „Looking for Love“: „Der Hund, der Protagonist des Filmes, ist – wie wir alle – voll unerfüllter Sehnsucht. Das Fernsehen, in unserem Alltag die Quelle aller Informationen bzgl möglicher Wünsche und Bedürfnisse, zeigt auch dem Hund, was er sich wünschen könnte. Die Orange – Verkörperung der Sinnlichkeit – zeigt sich am Bildschirm und verleitet den Hund sich auf die Suche nach ihr – und letztlich auf die Suche zu sich selbst – zu begeben. Nachdem der Hund die unterschiedlichsten Animationstechniken durchlaufen hat, findet er die große Liebe …“ (Adele Raczkövi).

Filme: „Knocked over again“ (2013), „Wurscht“ (2005), „Looking for Love“ (2010)


Nikki Schuster
Bio: Geboren 1974 in Steyr. Studium Bildnerische Erziehung, Akademie der bildenden Künste Wien. Studium Experimentelle Mediengestaltung, Universität der Künste, Berlin.

Preise und Auszeichnungen: 2017 Im Rahmen des Tricky Women Festivals: LOMOGRAPHY-PUBLIKUMSPREIS FÜR EINE ÖSTERREICHISCHE ANIMATION für „Mexico Recyclers“.

Werk: Nikki Schuster lebt und arbeitet als Animationsfilmkünstlerin und Sounddesignerin in Berlin. Ihre Filme werden bei diversen internationalen Filmfestivals und Ausstellungen präsentiert. Neben ihren Filmproduktionen macht sie Motiondesign für Theater, Fernsehen und Installationen und leitet Animationsworkshops. 2010 war sie als Artist-in-Residence in Paris und Buenos Aires und 2012 in Taipei für ihr „Recyclers“ Filmprojekt.

Film: „Mexico Recyclers“ (2016)


Ina Loitzl
Bio: Geboren 1972 in Klagenfurt. Studium der Grafik und Visuelle Medien am Mozarteum in Salzburg,

Zahlreiche Preise, zuletzt 2016: Würdigungspreis für Videokunst am 5. Internationalen Festival in Kranj.

Werk: „Die Faszination für den menschlichen Körper, meines eigenen weiblichen, lässt in meiner künstlerischen Arbeit nicht nach. Die Kraft und das Wunder Leben, der gleichzeitige Ekel vor offenem Fleisch, die Gratwanderung zwischen Lust und Schmerz, Blühen und Vergänglichkeit stehen in ihrer Ambivalenz sehr dicht nebeneinander. Dies macht die Spannung meiner unerschöpflichen Beschäftigung mit diesem Thema aus“, verrät die in Wien lebende und arbeitende Künstlerin.

Film: „Art Boxing“ (2015)


Gudrun Krebitz
Bio: Geboren 1980 in Graz. Bis 2013 Besuch der Filmuniversität Babelsberg. Bis 2015 Besuch der Animationsklasse Royal College of Art, London.

Preise: 2013 Im Rahmen des Tricky Women-Festivals: Preis für einen österreichischen Animationsfilm für „Achill“.

Werk: Bei „Achill“ handelt es sich um eine kunstvolle Collage, die verschiedene Animationstechniken und Stilmittel miteinander verbindet: Realbilder, Grafiken, Fotografien und auch Animationen mit Hintergrundgeräuschen. Durch die Verfremdung des Materials, kombiniert mit der kunstvollen Verschachtelung der einzelnen Erzählebenen, wird der Film besonders komplex und visuell reizvoll. Die gewöhnlichen Rollen von Ton und Musik wurden teilweise vertauscht. Der Dialog ist das Rückgrat der Erzählung und berührt nur stichpunktartig die Bildebene. Die Bilder wiederum arbeiten wie eine Filmmusik – als emotionale, atmosphärische, oft abstrakte Gedankenebene. Die Musik hält zusammen, trennt und gliedert die Erinnerungen, färbt sie ein.

Film: „Achill“ (2012)


Evelyn Kreinecker
Bio: Geboren 1971 in Grieskirchen/Oberösterreich. Ausbildungen bei Anton Petz, Martin Staufner und Bogdan Pascu.

Zahlreiche Preise, zuletzt 2018: HUBERT-SIELECKI-AWARD

Zahlreiche Ausstellungen, zuletzt: WOLLEN WIR UNS DAS NOCH LEISTEN? – ein Laboratorium in der Galerie Forum, Wels.

Werk: Aus verschiedenen Perspektiven und Betrachtungsweisen zeigen die Bilder immer Menschen – in der Masse und als Individuum. Im „Zoom“ lösen sich Gesichtszüge auf, in der Menge verschmelzen Menschenmassen zu abstrakten Formen. Erst mit dem nötigen Abstand werden Wirklichkeit und Zusammenhänge erkennbar.

Film: „Wegstücke“ (2017)


Daniel Suljic
Bio: Geboren 1971 in Zagreb. 1989 bis 1991 Studium an der Akademie der bildenden Künste Zagreb. 1992 bis 1998 Studium an der Universität für angewandte Kunst Wien bei Prof. Ludwig Attersee. Dozent für Animation an diversen Hochschulen (Kunstuni Linz, ALU Zagreb). 2006 erhielt er eine Ehrenprofessur am Jilin College of the Arts Animation School in Changchun, China. Seit 2018 Assistenzprofessor am Department für Animation and New Media, Akademie der Bildenden Künste, Zagreb.

Werk: Daniel Šuljić ist als Filmemacher, DJ, Illustrator, Sounddesigner und Musiker tätig. Seine Filme wurden an zahlreichen internationalen und nationalen (Animations-) Filmfestivals und auf unterschiedlichen TV-Stationen in Europa gezeigt.

Film: „Sonne, Salz und Meer“ (1997)